āsana in der Tradition T. Krishnamacharya/T.K.V Desikachar/R. Sriram ist ein Teil eines Übungskonzeptes, der den individuellen Menschen in den Mittelpunkt rückt. Der Mensch mit seinem eigenen, von der Natur und seinem Leben geformten, Leib und Geist übt eine, auf ihn angepasste, Praxis.

Der Weg in das āsana und wieder hinaus genauso wichtig wie die Endposition. Mit besonders platzierten Schritten wird ein āsana bzw. eine ganze āsana-Praxis aufgebaut. Gleichmäßige und fließende Bewegungen, die einer durchdachten, dem Körper angeglichenen Richtung folgen, sollen die/den Übende/n zu einer neuen Selbstwahrnehmung führen. Der Atem ist Wegbegleiter und Taktgeber.

Die Wirbelsäule als zentrale Bewegungsachse des Menschen hat einen ganz besonderen Stellenwert. Sie ist das Fundament, das den Körper trägt. Jede Bewegung generiert sich aus ihr. In den Āsanas soll die gesamte Wirbelsäule und durch sie verbunden der gesamte Körper angesprochen werden.